Sonntag, 1. Juni 2014

Review | L. Duarte - To catch a falling star



"I grew up believing in fairy tales." 

Melodys Ehe endet jedoch nicht wie jene im Märchen mit einem Happy End. Ihr Ehemann Tim stirbt in Afghanistan, als sie hochschwanger ist.

"Why am I like this? I wish I wasn't such a weak person. [...] I guess inside I know I'm beyond repair."

Tarry ist ein Rockstar. Berühmt-berüchtigt. Selbstzerstörerisch. Ein Frauenheld und Süchtiger. Nach seiner dritten Überdosis wird er vom Gericht dazu verurteilt, sich neben dem Entzug, auch psychologische Hilfe zu suchen. Mel, die Schwägerin seiner besten Freundin Portia, betreut  und unterstützt ihn dabei, als ihr Vater, der Pastor, auf Urlaub ist.

"I don't want to ever love a man as much as I loved Tim."

Tarry ist sexy, charmant und seine traurigen Augen machen es ihr wirklich schwer, ihren Schwur einzuhalten. Und so beginnt Mels und Tarrys Geschichte, die Höhen und Tiefen durchlebt.

~*~

Ich hab hier absichtlich nicht die Inhaltsangabe der Autorin, wie ich es bei den anderen Rezensionen (meistens) machen werde, verwendet, da sie meiner Meinung nach bereits zu viel von der Geschichte an sich verrät, sondern sie bewusst etwas vage gehalten. 

Das zweite Buch in L. Duartes "Crossing Stars"-Trilogie hat eine andere - eine dunklere  - Geschichte als der erste Band "Chasing Stars". Es geht um Verlust, Trauer; darum sich seinen eigenen Dämonen zu stellen und sie auch zu bekämpfen. Aber auch um Neuanfänge, Liebe, Familie, Glaube und zweite Chancen.

Bereits im ersten Buch treffen wir auf Melody und Tarry als Nebencharaktere, dennoch ist es nicht zwingend, "Chasing Stars" zu lesen, um der Geschichte folgen zu können. 

Melody - Mel - wurde damals als jemand vorgestellt, der seine Familie wie eine Löwin beschützt; eine loyale Person, die mir jedoch gegenüber des damaligen Hauptcharakters Portia harsch und ruppig vorkam. Weiters lernte man dort auch ihren Ehemann Tim kennen; konnte die innige Verbindung spüren, die zwischen den beiden bestand. In "To catch a falling star" treffen wir Mel allerdings fünf Jahre später als Witwe und Mutter. Sie ist nach außen hin so stark, mutig, aufopfernd gegenüber allen anderen, doch tief in ihrem Inneren spürt man ihren Schmerz und ihre Trauer. Außerdem ihre Gewissensbisse, dass sie sich nach einem Mann sehnt, der nicht ihr Ehemann ist.

Und dann ist da Tarry. Bereits im ersten Teil ist er mir als loyaler Freund aufgefallen, der gerne auf den Putz haut. Ich kenne keinen Süchtigen persönlich, doch über Tarrys Entzug zu lesen; seinen Kampf gegen die Drogen mitzuverfolgen, war wirklich emotional und fühlte sich äußerst real an. Man konnte seine Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit; seinen Kampf gegen die inneren Dämonen, der ihm einiges abverlangte, sehr genau miterleben. Melody und Ella geben ihm einen neuen Sinn im Leben. Einen Grund zu kämpfen.

Die Charaktere sind nicht unverwundbar; sie haben Stärken und Schwächen, was die Autorin sehr gut stilisiert hat. Außerdem wird die Geschichte aus wechselnden Ich-Perspektiven erzählt, sodass man sowohl Mels als auch Tarrys Sichtweise kennenlernt. Auch wird den Charakteren genügend Zeit zur Entfaltung gegeben. So spielt der Roman in einem Zeitraum von über einem Jahr und nicht bloß in den 90 Tagen des Entzugs.

Schicksal und vor allem der Glaube nimmt in L. Duartes Büchern eine wichtige Rolle ein. Doch im Gegensatz zum ersten Buch, wo der religiöse Touch für mich gegen Ende hin fast eine Spur zu  viel war, gefällt mir die Art und Weise, wie Luciana ihn in dieser Geschichte verknüpft sehr gut. Dennoch gibt es im Laufe der Handlung auch einige explizite Liebesszenen. 


To catch a falling star“ ist eines dieser Bücher, die eine ganze Palette unterschiedlichster Emotionen in mir auslösten. Es brachte mich zum Lachen, zum Leiden, zum Nachdenken. Auch der Titel ist meiner Meinung nach passend gewählt. Das Buch hat eindeutig einen festen Platz unter meinen Lieblingen gefunden und ich kann es gar nicht erwarten, endlich den 3. Teil, der sich um Tarrys und Portias Freundin Nillie drehen wird, zu lesen. 




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